Wie gute Corporate Videos für B2B entstehen
Ungefähr so laufen die meisten Gespräche zwischen Produktemarketer und dem Contenter ab, wenn es um Videos geht:
„Wir haben an ein Video gedacht. Nur was Kleines, ein paar Bilder, nette Story, zwei, drei Statements.“
„Ein Storyboard? Brauchen wir nicht, wir gehen einfach mal hin und lassen uns vor Ort inspirieren.“
„Videoagentur? Da gibts doch sicher ein paar Studenten, die das können? Die sind doch heute auch alle auf TikTok?“
„Kamera? Schnittsoftware? Ach komm, das machen wir mit dem Handy!“
Kann man so machen. Manchmal entsteht daraus was wirklich gutes. Meistens eher nicht.
Ein Video bedeutet fast immer deutlich mehr Aufwand in der Erarbeitung als ein Text. Warum eigentlich? Ganz grundsätzlich, weil die Produktion unterschiedliche Fähigkeiten benötigt (Story entwickeln, drehen, Ton, Schnitt, Off-Texte), die sich selten in einer Person vereinen lassen. Wenn das Video eine gute B2B-Story erzählen soll, dann kann die Vorarbeit intensiv werden, um dank Insights die richtigen Pain Points knackig anzusprechen.
Nicht ohne Grund starten Videojournalisten oft bei den Nachrichten oder im People Format, also dort, wo die Geschichte kurz und sehr einfach zu erzählen ist. Wer es bis zur eigene Reportage oder gar Dokumentation schafft, hat sein Handwerk jahrelang perfektioniert.
Aber Emotionen!
Ein Video kann Emotionen ganz anders transportieren, als ein Text. Und weil das so ist, hat es oft auch eine stärkere Wirkung. Kommt hinzu: Ein Video anzuschauen ist heute für viele bequemer als einen Text zu lesen.
Was macht ein gutes Video aus?
Nicht jedes Video muss „polished“ sein. Vieles geht auch „rough“. Aber jedes Video sollte in der Vorproduktion ein Storyboard, in der Produktion soliden Ton und gutes Licht und in der Post-Produktion guten Schnitt und Sounddesign haben.
8 Sekunden haben wir auf gängigen Plattformen, bevor der User wegzappt. Auf Social Media maximal 3. Die Story sofort auf den Punkt bringen ist also die grosse Kunst.
In der Regel sollten Corporate Videos nicht länger sein als eine Minute. Eine kurze Story zu erzählen ist aber immer schwieriger, als eine lange.
Talking Faces: in der Regel ungefähr gleich anstrengend wie ein langer, zäher Text. Wie lange hören sie zu? Diese Form von Videos kann man sich fast immer sparen. Ausser das Talking Face ist sehr wichtig, sehr prominent oder redet zu seinen Fans.
Fazit: Videos lohnen sich oft. Für die Produktion braucht es aber mehr, als Leute, die drehen und schneiden können. Man kann es lernen, sogar ziemlich rasch. Es muss ja nicht gleich eine Reportage sein. Fangen sie mit ein paar Bildern und zwei, drei Statements an. Benutzen Sie immer ein Storyboard, um eine runde Geschichte zu entwickeln. Achten Sie auf das Licht beim Dreh. Und einen guten Ton.